Das Büro für Umweltmanagement und Vermessung (BUMV) führt bundesweit professionelle Fledermauskartierungen und bioakustische Fledermauserfassungen für Windenergie-, Bau-, Infrastruktur- und weitere Genehmigungsvorhaben durch.
Je nach Vorhaben, Untersuchungsgebiet und Habitatstruktur kommen unterschiedliche Erfassungsmethoden zum Einsatz. Die Untersuchungsmethodik wird projektbezogen geplant und orientiert sich an den jeweils einschlägigen fachlichen Leitfäden und behördlichen Anforderungen.
Bei Bedarf stimmen wir das Untersuchungskonzept vor Beginn der Kartierung mit der zuständigen unteren Naturschutzbehörde ab.
Kontinuierliche bioakustische Fledermauserfassung über mehrere Wochen oder Monate – als Komplettpaket.
Unsere autarken Messstationen eignen sich für längerfristiges Fledermausmonitoring bei Windenergie-, Bau- und Infrastrukturvorhaben sowie an relevanten Habitatstrukturen.
Das Komplettpaket kann umfassen:
professionelle bioakustische Langzeit-Messstation
Mastaufstellung und Installation
Solar- und Akkuversorgung
GSM-/Remote-Fernüberwachung
regelmäßige Datenübertragung und Datensicherung
laufende Funktionskontrolle
Datenmanagement
fachliche Auswertung
Rückbau der Messstation
Durch die kontinuierliche Erfassung lassen sich saisonale Aktivitätsverläufe, Aktivitätsspitzen und zeitliche Veränderungen deutlich umfassender dokumentieren als durch einzelne Untersuchungsnächte.
Langzeiterfassung ab 1.200 € netto je Messstation und Monat.
Einrichtung, Mastaufstellung und Rückbau werden projekt- und standortbezogen kalkuliert.
Gezielte bioakustische Untersuchung direkt an geplanten Windenergieanlagen.
Stationäre Ultraschall-Aufnahmegeräte werden über definierte Untersuchungszeiträume unmittelbar an den geplanten WEA-Standorten eingesetzt.
Bei Bedarf können zusätzliche Messpunkte an relevanten Habitatstrukturen eingerichtet werden, zum Beispiel an:
Die Methode liefert eine direkte Datengrundlage zur Bewertung der Fledermausaktivität am jeweiligen Anlagenstandort.
Untersuchungsumfang und Erfassungszeiträume werden nach den fachlichen Anforderungen des jeweiligen Vorhabens und den anzuwendenden Leitfäden festgelegt.
Mobile Fledermauserfassung zur Untersuchung der räumlichen Nutzung eines Vorhabengebietes.
Bei der Transektkartierung werden festgelegte Untersuchungsstrecken mit einem professionellen Ultraschalldetektor begangen.
Die während der Begehung aufgezeichneten Fledermausrufe werden räumlich dokumentiert und ermöglichen die Erfassung von:
Flug- und Transferkorridoren
Jagdgebieten
Aktivitätsschwerpunkten
Waldrändern und Gehölzstrukturen
Gewässerbereichen
Offenlandstrukturen
Transektkartierungen können mit stationären WEA-Erfassungen und Langzeiterfassungen kombiniert werden.
Bei der Langzeiterfassung wird eine automatische Messstation über mehrere Wochen oder Monate an einem fachlich ausgewählten Standort betrieben.
Während der programmierten Nachtzeiten werden Fledermausrufe kontinuierlich aufgezeichnet. Durch den langen Untersuchungszeitraum können auch saisonale Schwankungen und besondere Aktivitätsereignisse erfasst werden.
Die Methode eignet sich insbesondere für längerfristiges Fledermausmonitoring, Windenergievorhaben, Offenland, Waldränder, Feldgehölze, Gewässer und weitere relevante Habitatstrukturen.
Automatische Ultraschall-Aufnahmegeräte werden direkt an den geplanten WEA-Standorten eingesetzt.
Die Geräte erfassen die nächtliche Fledermausaktivität über mehrere Untersuchungsnächte und schaffen dadurch einen unmittelbaren räumlichen Bezug zum jeweiligen Anlagenstandort.
Zusätzliche Messstellen können dort eingerichtet werden, wo Habitatstrukturen eine besondere Bedeutung für Fledermäuse erwarten lassen.
Bei einer Transektbegehung wird eine vorher festgelegte Strecke zu geeigneten Erfassungszeiten mit einem mobilen Ultraschalldetektor begangen.
Die aufgezeichneten Fledermausrufe werden räumlich dokumentiert. Dadurch können Flugwege, Jagdhabitate und Aktivitätsschwerpunkte innerhalb des Untersuchungsgebietes ermittelt werden.
Nicht jedes Untersuchungsgebiet lässt sich mit einer einzigen Methode ausreichend erfassen.
Langzeiterfassung, stationäre WEA-Standorterfassung und Transektkartierung können daher projektbezogen miteinander kombiniert werden.
Welche Methode oder Methodenkombination fachlich sinnvoll ist, richtet sich nach Vorhaben, Standort, Habitatstrukturen und den Anforderungen des Genehmigungsverfahrens.
Für unsere Fledermauskartierungen setzen wir professionelle Systeme zur bioakustischen Erfassung, räumlichen Dokumentation und fachlichen Auswertung ein.
Der batcorder von ecoObs wird für stationäre bioakustische Fledermauserfassungen eingesetzt.
Das Gerät zeichnet Fledermausrufe automatisch im Ultraschallbereich auf und eignet sich insbesondere für mehrnächtige Untersuchungen an WEA-Standorten und relevanten Habitatstrukturen.
Für Langzeiterfassungen können entsprechend ausgestattete Systeme mit Langzeitstromversorgung, GSM-/Remote-Technik und Solartechnik eingesetzt werden.
Der Batlogger M2 wird für mobile Fledermauserfassungen und Transektbegehungen eingesetzt.
Neben den Ultraschallrufen werden Positionsdaten erfasst. Dadurch können Fledermausaktivitäten räumlich dokumentiert und später den jeweiligen Bereichen des Untersuchungsgebietes zugeordnet werden.
Mit bcAdmin werden die mit dem batcorder erhobenen Aufnahmen verwaltet, analysiert und für die weitere fachliche Bearbeitung aufbereitet.
Automatisch erzeugte Artvorschläge werden nicht ungeprüft übernommen, sondern fachlich plausibilisiert.
BatExplorer wird zur Darstellung, Verwaltung und Analyse von Batlogger-Aufnahmen eingesetzt.
Die Software unterstützt die detaillierte Auswertung von Ultraschallrufen und die fachliche Plausibilisierung der aufgezeichneten Fledermausaktivität.
Mit QGIS und QField werden Messstandorte, Transekte, WEA-Standorte und relevante Habitatstrukturen georeferenziert dokumentiert und kartografisch ausgewertet.
Dadurch können die Ergebnisse der Fledermauskartierung räumlich aufbereitet und für Fachbeiträge und Genehmigungsverfahren dargestellt werden.
In Deutschland kommen zahlreiche Fledermausarten mit unterschiedlichen Ansprüchen an Quartiere, Jagdgebiete, Flugkorridore und Landschaftsstrukturen vor.
Unsere Fledermauskartierungen orientieren sich an den jeweils einschlägigen fachlichen Leitfäden und behördlichen Anforderungen des Bundeslandes.
Bei Windenergievorhaben wird insbesondere betrachtet, welche Arten im Vorhabengebiet vorkommen, wie intensiv die Flächen genutzt werden und welche Funktionen die vorhandenen Habitatstrukturen besitzen.
Bei Windenergievorhaben stehen insbesondere hoch und im freien Luftraum fliegende sowie wandernde Arten im Fokus. Hierzu zählen unter anderem:
Neben dem Artnachweis werden insbesondere Aktivität, räumliche Nutzung und saisonales Auftreten betrachtet.
Bei Vorhaben im Wald oder im Umfeld strukturreicher Lebensräume können insbesondere folgende Arten von Bedeutung sein:
Hier stehen neben der Fledermausaktivität insbesondere Quartierpotenziale, Jagdhabitate, Flugwege und funktionale Beziehungen innerhalb des Untersuchungsgebietes im Mittelpunkt.
Die Untersuchungen erfolgen unter Berücksichtigung der jeweils anzuwendenden Leitfäden, fachlichen Standards und behördlichen Anforderungen.
In Niedersachsen werden bei Windenergievorhaben insbesondere die landesspezifischen Vorgaben zur Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen berücksichtigt.
Je nach Fragestellung können Langzeiterfassungen, standortbezogene stationäre Erfassungen und Transektkartierungen miteinander kombiniert werden.
Die Methodik wird dabei nicht schematisch angewendet, sondern an die tatsächlichen Standort- und Habitatbedingungen angepasst.
Die bioakustische Artbestimmung erfolgt anhand charakteristischer Rufmerkmale.
Nicht jede Aufnahme kann sicher bis auf Artniveau bestimmt werden. Insbesondere bei Arten mit ähnlichen Rufcharakteristika kann eine fachgerechte Zuordnung zu einer Gattung, Artengruppe oder einem Rufkomplex erforderlich sein.
Automatisch erzeugte Artvorschläge werden daher fachlich geprüft und im Zusammenhang mit:
Rufmerkmalen
Standort
Habitatstruktur
Jahreszeit
Aktivitätsmuster
plausibilisiert.
Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Datengrundlage für Artenschutzprüfung, Fachbeitrag und Genehmigungsverfahren.
Wir führen Fledermauskartierungen bundesweit für:
Projektentwickler
Planungs- und Ingenieurbüros
Windenergieunternehmen
Vorhabenträger
öffentliche Auftraggeber
Industrie- und Infrastrukturprojekte
durch.
Von der Planung des Untersuchungskonzeptes über die Erfassung bis zur Auswertung und fachlichen Bewertung erhalten Auftraggeber die erforderlichen Leistungen aus einer Hand.
Gerne erstellen wir ein projektbezogenes Untersuchungskonzept und ein individuelles Angebot.
Mit über 20 Jahren Erfahrung im Umwelt- und Artenschutz verbinden wir wissenschaftliche Präzision mit praxisnaher Umsetzung. Die Ergebnisse werden fachlich nachvollziehbar dokumentiert und für die Verwendung in behördlichen Genehmigungsverfahren aufbereitet.
Um eine Beratung zu vereinbaren, kontaktieren Sie uns bitte über unser Kontaktformular oder direkt per E-Mail. Beratungen sind vor Ort, telefonisch oder per E-Mail möglich.
© 2021 M.Sc. Rafael Schmidt
